Nordrhein-Westfalen

Immobilienpreise Krefeld

Eigentumswohnung
2.390
Median €/m²
Spanne 2.000 3.130 €/m²
Einfamilienhaus
3.720
Median €/m²
Spanne 3.120 4.800 €/m²
Stadtteile
11
mit BORIS-Daten
49 Zonen · Stichtag 01.01.2026
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Die Preise in Krefeld auf einen Blick

Median-Immobilienrichtwerte, direkt aus allen 49 Zonen im Stadtgebiet aggregiert.

Eigentumswohnung
2.390
Median €/m²
Von 2.000 €Bis 3.130 €
Einfamilienhaus
3.720
Median €/m²
Von 3.120 €Bis 4.800 €
Reihen-/Doppelhaus
3.380
Median €/m²
Von 2.880 €Bis 3.590 €
Preisentwicklung Krefeld 2025–2026
Median-Immobilienrichtwert €/m² nach Teilmarkt · BORIS-NRW
+5 % über 2 Jahre (ETW)
2.000 €3.000 €4.000 €20252026

Stadt-Heatmap · Klick öffnet Stadtteil

Preisniveau in allen Stadtteilen von Krefeld

Jeder Stadtteil ist nach Median-ETW eingefärbt. Je dunkler der Rot-Ton, desto höher der Quadratmeterpreis. Zoom, Pan und Klick zur Stadtteil-Seite.

< 2.280 €/m²
2.280 – 2.480 €/m²
2.480 – 2.680 €/m²
2.680 – 2.880 €/m²
> 2.880 €/m²
Gebäude-Umrisse © OpenStreetMap contributors, ODbL · OpenFreeMap

Alle Stadtteile

11 Stadtteile nach Stadtbezirk

Objektart
01Mitte
1 Stadtteile · Ø ETW: 2.080 €/m²
04Hüls
1 Stadtteile · Ø ETW: 2.270 €/m²
07Fischeln
1 Stadtteile · Ø ETW: 2.520 €/m²
08Uerdingen
1 Stadtteile · Ø ETW: 2.340 €/m²
09Ost
2 Stadtteile · Ø ETW: 2.798 €/m²

Umkreis-Städte

Immobilienpreise im Umland

Vergleichen Sie die Preisniveaus in den angrenzenden Städten.

~ 12 km
Meerbusch
Daten ab Welle 2
~ 15 km
Neuss
Daten ab Welle 2
~ 15 km
Kaarst
Daten ab Welle 2
~ 7 km
Tönisvorst
Daten ab Welle 2
~ 10 km
Kempen
Daten ab Welle 2
~ 10 km
Willich
Daten ab Welle 2
~ 15 km
Duisburg
Daten ab Welle 2
~ 25 km
Düsseldorf
Daten ab Welle 2
~ 20 km
Mönchengladbach
Daten ab Welle 2

Häufige Fragen

Krefeld-Markt im Detail

Eigentumswohnungen in Krefeld bewegen sich 2026 nach amtlichen BORIS-NRW-Daten auf einem stadtweit gemäßigten Mittelniveau (Median rund 2.390 €/m²), spürbar unter den linksrheinischen Düsseldorfer Pendant-Lagen — Krefeld ist anders als Meerbusch oder Kaarst kein direkter Düsseldorfer Speckgürtel, sondern eine eigenständige Industrie- und Bürgerstadt mit Seiden- und Textil-Erbe und dem Chemie-Anker in Uerdingen. Die Spannweite zwischen den Stadtteilen ist erheblich: Bockum und Verberg führen die Premium-Spitze im Krefelder Osten — getragen von Gründerzeit-Stadtvillen und den Lagen rund um den Greiffenhorstpark, während die Stadtmitte und die Süd-Stadtteile ein gemäßigteres Aufsteiger-Niveau tragen. Käufer sind 2026 überwiegend krefelder Bürgerschaft mit Seiden-Familien-Erbe, Werks-Personal von Bayer/Currenta, das gezielt in Werks-Nähe wohnen will, und Selbstständige mit Krefelder Mandantschaft — die aktuellen Medianwerte je Stadtteil finden Sie in der sortierbaren Übersicht oben.

Nach amtlichen Immobilienrichtwerten 2026 führen Bockum und Verberg die Preisspitze bei freistehenden Einfamilienhäusern an — getragen von Gründerzeit-Stadtvillen im Bockumer Bismarckviertel (höchstes Krefelder EFH-Niveau, stadtweit rund 4.100 €/m² als Orientierungswert) und gehobenen Einfamilienhäusern am Greiffenhorstpark in Verberg. Bei Eigentumswohnungen führt Verberg knapp vor Bockum — meist Neubauten in Park-Nähe, die Baulücken gefüllt haben. Wer an der Preisspitze kauft, kommt erfahrungsgemäß aus drei Lagern: Erben aus krefelder Seiden- und Textil-Familien, die ein Haus weitergeben; Selbstständige mit Krefelder Mandantschaft (Ärzte, Anwälte, Steuerberater, die ihre Praxis im Wallring-Korridor haben); und krefelder Top-Verdiener-Familien, die bewusst auf eine Bockumer oder Verberger Adresse setzen. Düsseldorfer Auspendler, die über die A57 kommen, sind in beiden Stadtteilen eine wachsende, aber klar sekundäre Schicht.

Die gemäßigteren Preise konzentrieren sich erfahrungsgemäß auf die Stadtmitte (niedrigstes Top-5-Niveau in Krefeld), Hüls und die Süd-Stadtteile Linn und Oppum. Die Stadtmitte ist der klassische Aufsteiger-Korridor mit Gründerzeit- und Wiederaufbau-Wohnungen innerhalb des Wallrings — typische Käufer sind krefelder Erst-Eigentümer aus den Süd-Stadtteilen, junge Doppelverdiener und Kapitalanleger, die auf Pendler- und Klinik-Personal als Mieter setzen. Wer mit Geduld sucht, findet im Wallring-Außen Richtung Hauptbahnhof oder in Linn-Oppum saniertes Bestand-Wohnen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren — meist mit Sanierungsbedarf und entsprechendem Wertsteigerungspotenzial.

Die Medianwerte sind seit 2017 deutlich gestiegen, getragen von der eingespielten krefelder Bürgerschaft und einer wachsenden A57-Auspendler-Schicht aus Düsseldorf. Der Anstieg war nicht linear: Bis Q3/2022 beschleunigte die Niedrigzins-Phase vor allem die Premium-Pole Bockum und Verberg, dann folgte mit der Zinswende eine sichtbare Korrektur — eigenkapital-schwächere Aufsteiger-Familien sind kurzfristig aus dem Markt verschwunden. Was wir 2026 beobachten: Top-saniertes Premium in Bockum/Verberg/Hüls hält sein Niveau robust, sanierungsbedürftige Bestände in den Süd-Stadtteilen stehen unter leichtem Druck. Der Strukturwandel-Effekt der weggebrochenen Textilindustrie ist im Krefelder Stadtbild noch sichtbar, das Chemie-Werk von Bayer und Currenta in Uerdingen stabilisiert dafür den Wohnungs- und Einfamilienhaus-Markt im östlichen Stadtgebiet.

Krefeld ist ein gemischter Markt: In den Premium-Polen Bockum, Verberg und Hüls dominiert die Wertstabilität, in der Stadtmitte und in den Süd-Stadtteilen Linn, Oppum und Fischeln steht der Cashflow im Vordergrund. Die Bruttomietrenditen in der Krefelder Stadtmitte bewegen sich tendenziell im oberen 4- bis unteren 5-Prozent-Bereich — getragen von Aufsteigern und Klinik-Personal, die am Wallring Wohnungen suchen. Das ist deutlich über dem, was im Düsseldorfer Cashflow-Segment Bilk, Oberbilk oder Flingern-Süd erreichbar ist. Die Premium-Pole sind klassische Wertstabilitäts-Märkte: eingespielte krefelder Bürgerschaft, niedrige Fluktuation, häufige Generations-Übergaben in Familienbesitz. Für Bestandshalter mit Langfrist-Plan und Niederrhein-Bezug ist Krefeld ein interessanter Buy-and-Hold-Markt — reine Cashflow-Optimierung lohnt sich eher in der Stadtmitte und im Süden als in den Premium-Polen.

Krefeld ist KEINE Pendler-Alternative zu Düsseldorf-Linksrheinisch — sondern eine eigenständige niederrheinische Industrie- und Bürgerstadt mit historischem Seiden-/Textil-Erbe, dem Chemie-Werk Bayer/Currenta in Uerdingen und einer klar krefelder Käuferschicht. Die Düsseldorfer Linksrheinisch-Lagen Oberkassel, Niederkassel und Lörick leben von einer dichten Premium-Käuferschicht, die ihren Bezug nach Düsseldorf hat; Krefelds Premium-Markt (Bockum, Verberg, Hüls) trägt sich dagegen aus drei Schichten: einer eigenständigen krefelder Bürgerschaft mit Seiden- und Textil-Familienerbe, Selbstständigen mit Krefelder Mandantschaft und einer wachsenden — aber sekundären — Düsseldorfer A57-Auspendler-Schicht. Das Preisniveau in Krefelds Premium-Polen liegt erfahrungsgemäß spürbar unter dem Düsseldorfer Linksrheinisch-Niveau. Was wir 2026 sehen: Düsseldorfer Mid-Premium-Käufer mit A57-Affinität wechseln gezielt nach Krefeld-Stadtmitte oder Bockum, wenn ihnen das Düsseldorfer Niveau zu teuer wird — Krefeld ist dann nicht „Pendler-Alternative“, sondern ein eigenständiges Marktangebot mit anderem Charakter und anderer Bürgerschaft.

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Quelle & Hinweis. Die dargestellten Immobilienrichtwerte (IMRW) sind statistische Lagewerte, die von den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte in Nordrhein-Westfalen nach § 193 Abs. 5 BauGB i. V. m. §§ 12 ff. ImmoWertV 2022 auf Basis der amtlichen Kaufpreissammlung ermittelt werden. Sie stellen keine Verkehrswertermittlung im Einzelfall nach § 194 BauGB dar und ersetzen kein Wertgutachten.

Konrad Michali · Immobilienmakler · § 34c GewO · Büro Düsseldorf