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Mehrfamilienhaus (MFH)

Definition & Bedeutung für Immobilien

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Mehrfamilienhaus (MFH)

Kurzdefinition: Ein Mehrfamilienhaus ist ein Wohngebäude, das von mehreren Familien bewohnt wird und mehrere separate Wohneinheiten (Wohnungen) enthält, oft auch als Zinshaus oder Miethaus bezeichnet.

Was bedeutet Mehrfamilienhaus bei Immobilien?

Ein Mehrfamilienhaus ist eine Immobilie mit mindestens zwei Wohneinheiten. Der Eigentümer (oder eine WEG) vermietet die einzelnen Wohnungen an mehrere Mietparteien und generiert damit regelmäßige Mieteinnahmen. MFHs werden häufig von Investoren als Kapitalanlage erworben.

In Düsseldorf gibt es viele klassische Mehrfamilienhäuser aus der Gründerzeit (1880–1920) oder Nachkriegsbauten. Sie bieten verschiedene Wohnungsgrößen von 1-Zimmer-Appartements bis zu 4-Zimmer-Wohnungen. Ein typisches MFH könnte 6–12 Wohneinheiten haben. Besitzer eines MFHs tragen Verantwortung für alle Gemeinschaftsflächen, Wartung und Instandhaltung.

Seit Einführung der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) können auch einzelne Eigentümer mehrerer Wohnungen ein MFH ohne zentrale Verwaltung führen – oder es wird als Gesamteigentum von einer Person gehalten.

Warum ist ein Mehrfamilienhaus wichtig?

Mehrfamilienhäuser sind für Investoren attraktiv, weil sie planbare Einnahmen generieren. Mit mehreren Mietparteien ist das Ausfallrisiko geringer als bei einem Single-Mietvertrag. Für Düsseldorf-Stadtteile wie Pempelfort oder Bilk sind MFHs klassische Renditeobjekte.

Die Bruttomietrendite eines MFHs liegt oft zwischen 3–5 %, abhängig von Lage, Baujahr und Modernisierungsstand. Hinzu kommt Inflationsschutz durch Mietpreissteigerungen und langfristige Wertsteigerung der Liegenschaft.

Mehrfamilienhaus in der Praxis

Ein Investor kauft in Düsseldorf-Pempelfort ein 1910er-Gründerzeithaus mit 8 Wohneinheiten für 1.200.000 €. Die monatlichen Mieteinnahmen betragen 6.400 €. Nach Abzug von Betriebskosten (Hausmeister, Versicherung, Wartung), Instandhaltungsrücklagen (200 €/Monat) und Verwaltungsgebühren bleiben ca. 4.800 € netto übrig. Das entspricht einer Nettomietrendite von etwa 4,8 % pro Jahr.

Häufige Fragen zu Mehrfamilienhaus

Wie berechne ich die Rentabilität eines MFHs?

Bruttomietrendite = Jahresmiete / Kaufpreis × 100. Bei 6.400 € Moietmiete (76.800 € jährlich) und 1.200.000 € Kaufpreis: 76.800 / 1.200.000 × 100 = 6,4 % Bruttomietrendite. Danach werden Kosten abgezogen.

Bin ich als MFH-Eigentümer Unternehmer?

Ja, der Betrieb eines Miethauses gilt als Gewerbebetrieb. Sie müssen Einkünfte aus Vermietung versteuern, Gewerbesteuerbescheide erhalten und ggf. Buchführung führen.

Was kostet die Verwaltung eines MFH?

Eine professionelle Hausverwaltung verlangt typisch 8–12 % der Bruttomiete plus Nebenkosten. Bei 6.400 € Miete: ca. 500–700 € monatlich.

Welche Pflichten habe ich als MFH-Eigentümer?

Sie müssen Mietverträge abschließen, Betriebskosten korrekt abrechnen, Instandhaltung gewährleisten und die Hausordnung durchsetzen. Auch Steuererklärungen und regelmäßige Wartungen sind Pflicht.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.