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Sollzins

Definition & Bedeutung bei Immobiliendarlehen

2 Min. Lesezeit|SollzinsSollzinssatzNominalzinsImmobilienfinanzierungDarlehen Düsseldorf

Sollzins

Kurzdefinition: Der Sollzins ist der nominale Zinssatz auf ein Darlehen – er zeigt, wie viel Zinsen Sie prozentual pro Jahr auf die Kreditschuld zahlen.

Was bedeutet Sollzins bei Immobilien?

Der Sollzins (auch Nominalzins oder Sollzinssatz genannt) ist der reine Zinssatz, den die Bank für das geliehene Geld berechnet. Wenn Sie 400.000 Euro zu 3,2 % Sollzins aufnehmen, bezahlen Sie im ersten Jahr etwa 12.800 Euro reine Zinsen (3,2 % von 400.000 Euro), zuzüglich Tilgung. Der Sollzins ist die Basis, auf der Ihre monatliche Rate berechnet wird.

Allerdings ist der Sollzins nicht der Gesamtpreis des Darlehens. Zusätzliche Kosten wie Bearbeitungsgebühren, Disagio und Bereitstellungszinsen werden im Effektivzins berücksichtigt. Der Sollzins ist nur ein Teil der Finanzierungskosten. Für Düsseldorf Immobilienbeschaffung ist das Verständnis dieses Unterschieds zentral: Ein niedriger Sollzins kann durch hohe Nebenkosten teuer werden.

Warum ist Sollzins wichtig?

Der Sollzins bestimmt Ihre monatliche Kreditbelastung direkt. Ein Unterschied von nur 0,5 % kann bei 350.000 Euro bedeuten, dass Sie jährlich 1.750 Euro mehr oder weniger zahlen. Über 30 Jahre addiert sich das zu 52.500 Euro! Der Sollzins ist auch die erste Orientierungsgröße beim Vergleich von Kreditangeboten – aber Sie dürfen nicht allein danach gehen, sondern müssen immer den Effektivzins prüfen.

Sollzins in der Praxis

Beispiel: Sie finanzieren 300.000 Euro über 25 Jahre mit 2,8 % Sollzins. Monatliche Rate (mit 2 % Tilgung): ca. 1.100 Euro reine Zinsen + ca. 500 Euro Tilgung = ca. 1.600 Euro/Monat insgesamt. Bei 3,5 % Sollzins: ca. 1.375 Euro + 500 Euro = ca. 1.875 Euro/Monat. Der 0,7 %-Unterschied kostet Sie ca. 3.300 Euro/Jahr extra.

Häufige Fragen zu Sollzins

Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Sollzins = reiner Zinssatz auf das Darlehen. Effektivzins = Sollzins + Gebühren, Disagio und alle Nebenkosten. Immer den Effektivzins vergleichen!

Wie oft ändert sich der Sollzins?

Bei Festzins-Darlehen bleibt der Sollzins über die vereinbarte Zinsbindungsfrist (meist 10, 15 oder 20 Jahre) konstant. Nach Ablauf der Frist müssen Sie neu finanzieren.

Kann ich meinen Sollzins senken?

Nach der Zinsbindung ja – durch Wechsel zu einem anderen Kreditgeber oder mit einem Forward-Darlehen. Während der Zinsbindung nicht – dafür ist sie da: zur Planbarkeit.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.