Maisonette / Maisonettewohnung
Kurzdefinition: Eine Maisonette ist eine über zwei Geschosse verteilt liegende Wohnung innerhalb eines Mehrfamilienhauses, mit eigenem Eingang und oft privatem Zugang zu Garten oder Terrasse.
Was bedeutet Maisonette bei Immobilien?
Das Wort „Maisonette" kommt aus dem Französischen (maison = Haus) und beschreibt eine Wohnung, die wie ein Miniatur-Einfamilienhaus funktioniert. Sie erstreckt sich über zwei Etagen – typischerweise Wohnbereich/Küche im unteren Geschoss, Schlafzimmer und Bad im oberen Bereich – oder umgekehrt. Der große Vorteil: jede Maisonette hat ihren eigenen Eingang, oft sogar zu einem Garten oder einer Terrasse. Dadurch imitiert sie die Privatsphäre eines Einfamilienhauses bei den Kosteneinsparungen einer Wohnung.
In Düsseldorf sind Maisonetten besonders in Gründerzeitgebäuden und modernen Wohnanlagen beliebt. Sie richten sich an Familien, die mehr Raum und Privatsphäre als eine normale Wohnung suchen, aber nicht die Unterhaltskosten eines EFH haben möchten.
Warum ist eine Maisonette wichtig?
Für Familien bietet die Maisonette das beste aus beiden Welten: eigene Eingangstür, Höhlencharakter durch Zweistöckigkeit, oft ein Garten oder eine Terrasse, UND niedrigere Nebenkosten als ein EFH. Die Raumaufteilung ermöglicht klare Trennung von Bereichen – Kinder oben, Wohnbereich unten, oder umgekehrt.
Für Investoren sind Maisonetten attraktiv, weil sie sich besser vermieten als einfache Wohnungen – die Nachfrage ist hoch, die Mieten sind entsprechend höher. Eine 3-Zimmer-Maisonette in Düsseldorf bringt schnell 200–300 € mehr Miete als eine gleichgroße Standard-Wohnung.
Maisonette in der Praxis
Eine Familie kauft eine Maisonette in Düsseldorf-Bilk: 140 m² Wohnfläche (70 m² EG, 70 m² OG), mit eigenem Gartenanteil (30 m²) und Eingang vom Hof. Kaufpreis 480.000 €. Ein Investor hingegen kauft drei Maisonetten in einem Neubau-Block für je 420.000 € und vermietet jede für 1.350 € monatlich – deutlich besser als Standard-Wohnungen in gleicher Größe.
Häufige Fragen zu Maisonette
Ist eine Maisonette günstiger als ein Einfamilienhaus?
Ja, deutlich. Ein Einfamilienhaus in Düsseldorf kostet 500.000–650.000 €, eine Maisonette 400.000–500.000 €. Dafür hat die Maisonette keinen großen Garten und unterliegt WEG-Regeln.
Kann ich meine Maisonette-Terrasse frei gestalten?
Typisch ja, sofern Ihre Terrasse Sondereigentum ist. Pflanzwünsche und Möblierung sind meist frei. WEG-Regeln können aber Limits für Größe oder Optik setzen.
Wie sind die Betriebskosten?
Maisonetten teilen sich Gemeinschaftsflächen, daher sind Betriebskosten ähnlich wie Standard-Wohnungen: 150–250 € monatlich. Dies ist deutlich unter EFH-Nebenkosten (300–500 €).
Ist eine Maisonette lauter als eine normale Wohnung?
Ja, potenziell. Die Nachbarn oben/unten können Schritte hören. Gute Isolierung hilft. Manche Maisonetten haben allerdings nur einen Nachbarn oben (wenn sie auf obersten Etagen liegen).
Welche Rendite bringt eine Maisonette als Kapitalanlage?
Bruttomietrendite oft 4–5 %, da Maisonetten zu höheren Mieten vermietet werden. Bei 420.000 € Kaufpreis und 1.350 € Miete: 16.200 € jährlich / 420.000 € = 3,86 % Bruttomietrendite.
Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.