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Grunderwerbsteuer

Definition & Bedeutung für Immobilien

2 Min. Lesezeit|GrunderwerbsteuerKaufnebenkostenNRW 6,5%Steuern

Grunderwerbsteuer

Kurzdefinition: Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer auf den Erwerb von Grundstücken und Immobilien. In Nordrhein-Westfalen beträgt sie 6,5 Prozent (Stand: 2026) des Kaufpreises.

Was bedeutet Grunderwerbsteuer bei Immobilien?

Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist eine der größten Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb in Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Steuer 6,5 Prozent (Stand: 2026) des Kaufpreises. Dies ist einer der höchsten Steuersätze in Deutschland – andere Bundesländer liegen zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Die Steuer wird auf den Kaufpreis berechnet, nicht auf Maklergebühren oder Notarkosten. Bei einem Immobilienkauf von 300.000 Euro in Düsseldorf fallen also 19.500 Euro Grunderwerbsteuer an. Diese wird vom Käufer bezahlt und ist nicht verhandelbar.

Die Grunderwerbsteuer wird beim zuständigen Finanzamt angemeldet und fällig. Sie ist eine direkte Steuerbelastung auf den Kaufpreis und muss bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden. Der Notar trägt in der Regel die Anmeldung bei der Finanzbehörde.

Warum ist die Grunderwerbsteuer wichtig?

Die Grunderwerbsteuer ist ein wesentlicher Kostenfaktor beim Hauskauf. Sie erhöht die Gesamtkosten des Erwerbs erheblich und muss im Budget berücksichtigt werden. Käufer in Düsseldorf müssen mit insgesamt 15-20 Prozent Nebenkosten zusätzlich zum Kaufpreis rechnen.

Die hohe Grunderwerbsteuer in NRW wirkt sich auf die Attraktivität des Immobilienmarktes aus. Viele Käufer berücksichtigen diese Steuer bei Preisverhandlungen. Ein teurer werdender Markt durch hohe Nebenkosten kann ein Kaufschreck sein.

Grunderwerbsteuer in der Praxis

Ein Käufer kauft ein Haus in Düsseldorf für 400.000 Euro. Die Grunderwerbsteuer beträgt 6,5 Prozent (Stand: 2026) = 26.000 Euro. Zusätzlich kommen Notarkosten (ca. 1.200 Euro), Maklergebühren (ca. 6.000 Euro) und Grundbucheintragung (ca. 300 Euro) hinzu. Die Gesamtnebenkosten belaufen sich auf etwa 33.500 Euro – 8,4 Prozent des Kaufpreises. Der Käufer muss mit mindestens 433.500 Euro Gesamtbudget rechnen.

Hinweis: Die Berechnung dient nur zur Veranschaulichung. Für Ihre individuelle steuerliche Situation konsultieren Sie bitte einen Steuerberater.

Häufige Fragen zur Grunderwerbsteuer

Kann man die Grunderwerbsteuer sparen?

Nicht wirklich. Es gibt allerdings Ausnahmen für Erbschaften und Schenkungen unter bestimmten Bedingungen. Auch Schenkungen an Ehepartner oder Kinder haben reduzierte Steuersätze.

Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?

Die Steuer wird fällig, wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet ist. Sie muss üblicherweise innerhalb von zwei Wochen bezahlt werden.

Gibt es Unterschiede zwischen Bundesländern?

Ja, die Steuersätze variieren bundesweit. Bayern hat 3,5%, Baden-Württemberg 5%, Berlin 6%, NRW 6,5%. Es ist ein übergeordnetes Kriterium für Kaufentscheidungen.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.