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Elementarversicherung

2 Min. Lesezeit|ElementarversicherungHochwasserversicherungNaturgefahrenImmobilienschutzVersicherung Düsseldorf

Elementarversicherung

Kurzdefinition

Die Elementarversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Gebäudeversicherung, die Schäden durch Naturgewalten wie Hochwasser, Überschwemmung und Sturm abdeckt.

Was bedeutet Elementarversicherung?

Die Elementarversicherung ist in Deutschland nicht Teil der Standardgebäudeversicherung, sondern muss separat hinzugebucht werden. Sie deckt Schäden ab, die durch Naturgewalten entstehen:

  • Hochwasser und Überschwemmungen
  • Starkregen und Starkregenfolgeschäden
  • Schneelasten und Dachlawinen
  • Erdbeben
  • Erdrutsch und Bergrutsch
  • Felssturz

Die Versicherung erstattet typischerweise die Kosten für Reparatur oder Wiederherstellung des Objekts bis zur vertraglich vereinbarten Schadenshöhe. Die Prämie für die Elementarversicherung hängt vom Risikoprofil des Grundstücks ab – Objekte in Hochwasserzonen zahlen deutlich mehr als Objekte auf Erhebungen.

Warum ist das wichtig für Immobilienbesitzer?

Für Immobilienbesitzer in Düsseldorf ist die Elementarversicherung hochrelevant. Die Stadt liegt am Rhein, und Hochwasserrisiken sind real – besonders in den 2010er Jahren gab es mehrfach Schäden durch extreme Pegelstände. Ein Hochwasserschaden an einem Kellergeschoss kann schnell 50.000-200.000 Euro kosten. Ohne Versicherung trägt der Eigentümer den Schaden vollständig selbst. Banken bei Kreditvergabe fordern daher oft Elementarversicherung.

Elementarversicherung in der Praxis

Ein konkretes Szenario: Ein Haus in Düsseldorf mit Kellergeschoss in Hochwasserzone erleidet bei einem 50-jährlichen Hochwasser Schäden: Überschwemmung des Kellers, Schimmelbildung, Reparaturkosten etwa 120.000 Euro. Die Elementarversicherung trägt diese Kosten ab Schadenshöhe 1 (abzgl. Selbstbeteiligung, z.B. 1.000 Euro). Ohne Versicherung müsste der Eigentümer die 120.000 Euro selbst tragen.

Die Prämie für ein Haus mit Hochwasserrisiko beträgt typischerweise 500-2.000 Euro pro Jahr, je nach genaue Exposition. Das entspricht etwa 0,1-0,4% des Objektwerts.

Häufige Fragen zu Elementarversicherung

Ist die Elementarversicherung Pflicht? Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber Kreditgeber verlangen sie häufig, besonders für Objekte mit Hochwasserrisiko. Für Objekte in Zone 1 oder 2 der Hochwasserkartierung ist sie praktisch obligatorisch.

Was kostet die Elementarversicherung? Abhängig von Lage und Risiko: 300-1.500 Euro jährlich für ein Einfamilienhaus. Objekte in extremer Hochwasserzone sind oft gar nicht versicherbar oder nur mit hohem Risikozuschlag.

Deckt die Elementarversicherung auch Sturmschäden? Das hängt vom Versicherer ab. Viele Policen decken Sturm ab, andere nicht. Sturm ist oft auch in der normalen Gebäudeversicherung enthalten – die Bedingungen müssen genau geprüft werden.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.