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Bauträgervertrag (MaBV)

2 Min. Lesezeit|BauträgervertragMaBVBauträgerKaufvertragMakler und Bauträgerverordnung

Bauträgervertrag (MaBV)

Kurzdefinition

Der Bauträgervertrag ist ein Kaufvertrag zwischen einem Käufer und einem Bauträger (oder Bauunternehmer) für eine noch zu errichtende oder in Errichtung befindliche Immobilie, der besonderen Schutzbestimmungen nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) unterliegt.

Was bedeutet Bauträgervertrag?

Der Bauträgervertrag regelt den Kauf einer Immobilie, die der Bauträger errichtet. Im Gegensatz zu einem normalen Immobilienkaufvertrag gibt es hier spezifische Schutzvorschriften für Käufer. Die MaBV schreibt vor, dass der Kaufpreis in Teilzahlungen geleistet wird, die an bestimmte Baufortschritte gekoppelt sind. Dies schützt den Käufer vor dem Risiko, dass der Bauträger insolvent wird, bevor das Haus fertig ist.

Der Bauträgervertrag muss in notarieller Form ausgefertigt werden und muss bestimmte Inhalte enthalten, wie detaillierte Baupläne, Fertigstellungstermine und einen Sicherungsmechanismus für die geleisteten Zahlungen.

Warum ist das wichtig für Immobilienbesitzer?

Der Bauträgervertrag bietet Käufer von Neubauten gesetzliche Schutzbestimmungen. Die Teilzahlungen sind an Baufortschritte gebunden, was das Risiko mindert, dass der Bauträger insolvent wird, ohne das Haus zu vollenden. Dies ist eine wichtige Sicherheit für Käufer, die oft erhebliche Summen zahlen, bevor die Immobilie fertig ist.

Bauträgervertrag in der Praxis

Ein Käufer kauft eine Neubauwohnung von einem Bauträger für 350.000 Euro. Der Bauträgervertrag vorsieht folgende Zahlungsraten: 10 % bei Vertragsabschluss, 30 % bei Fertigstellung des Rohbaus, 30 % bei Fertigstellung der Rohinstallationen, 25 % bei bezugsfertigem Zustand, 5 % bei Übergabe. Die Zahlungen sind durch Sicherheitsleistungen geschützt. Wenn der Bauträger insolvent wird, kann der Käufer auf diese Sicherheiten zugreifen.

Häufige Fragen zu Bauträgervertrag

Sind alle Bauten von Bauträgern durch MaBV-Regeln geschützt? Grundsätzlich sind Kaufverträge mit Bauträgern von den MaBV-Regelungen erfasst, aber es gibt Ausnahmen für sehr kleine Bauten oder besondere Vereinbarungen.

Was passiert, wenn der Bauträger Insolvenz anmelden muss? Der Käufer ist durch Sicherungsbestimmungen geschützt. Die geleisteten Zahlungen sind auf Sperrkonten hinterlegt und können bei Insolvenz zur Fertigstellung des Hauses verwendet werden.

Kann der Käufer vom Bauträgervertrag zurücktreten? Ein Rücktritt ist grundsätzlich nur unter bestimmten Bedingungen möglich, beispielsweise bei wesentlichen Abweichungen vom Vertrag oder bei Fertigstellungsverzug. Die genauen Bedingungen sind im Vertrag festgelegt.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.