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Teilungsversteigerung

2 min read|TeilungsversteigerungVersteigerungMiteigentumImmobilienverkaufErbengemeinschaft

Teilungsversteigerung

Kurzdefinition

Die Teilungsversteigerung ist ein gerichtliches Verfahren, bei dem eine Immobilie mit mehreren Miteigentümern zur Versteigerung freigegeben wird, wenn sich die Miteigentümer nicht auf einen Verkauf einigen können.

Was bedeutet Teilungsversteigerung?

Wenn mehrere Personen eine Immobilie gemeinsam besitzen (z. B. in einer Erbengemeinschaft oder Ehescheidung) und sich nicht auf einen freien Verkauf einigen können, kann ein Miteigentümer beim Gericht einen Antrag auf Teilungsversteigerung stellen. Das Gericht ordnet dann die Versteigerung der Immobilie an. Die Immobilie wird öffentlich meistbietend versteigert, und der Erlös wird unter den Miteigentümern nach ihrem Eigentumsanteil aufgeteilt.

Eine Teilungsversteigerung ist in der Regel mit erheblichen Kosten und Zwangsversteigerungsabschlägen verbunden, daher bringt sie oft einen geringeren Erlös als ein freier Verkauf.

Warum ist das wichtig für Immobilienbesitzer?

Die Teilungsversteigerung ist ein wichtiges Mittel für Miteigentümer, wenn sie sich nicht einigen können. Sie können nicht unbegrenzt in einer uneinigen Gemeinschaft steckenbleiben. Gleichzeitig ist die Teilungsversteigerung ein unerwünschtes Szenario, da sie höhere Kosten und einen geringeren Verkaufswert mit sich bringt. Es ist daher besser, sich auf einen freien Verkauf zu einigen.

Teilungsversteigerung in der Praxis

Nach dem Tode des Vaters erben Sohn und Tochter ein Einfamilienhaus zu je 50 Prozent. Der Sohn möchte das Haus behalten und seine Schwester auskaufen, doch der Kaufpreis ist umstritten. Die Tochter braucht dringend Geld. Da sie sich nicht einigen können, beantragt die Tochter eine Teilungsversteigerung. Das Gericht ordnet die Versteigerung an, das Haus wird für 380.000 Euro (unter Marktwert) versteigert, und die Geschwister teilen den Erlös.

Häufige Fragen zu Teilungsversteigerung

Kann man eine Teilungsversteigerung vermeiden? Ja, wenn sich alle Miteigentümer einigen. Sie können sich auf einen freien Verkauf einigen oder eine Abfindung für den anderen Miteigentümer zahlen.

Wie lange dauert eine Teilungsversteigerung? Ein Teilungsversteigerungsverfahren dauert typischerweise 6-12 Monate, kann aber auch länger dauern, je nach Komplexität.

Mit welchem Abschlag muss man bei einer Teilungsversteigerung rechnen? Teilungsversteigerungen bringen typischerweise 15-30 Prozent weniger als ein freier Verkauf. Der Abschlag hängt von der Immobilie und dem Markt ab.


Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Orientierung im Immobilienbereich. Für individuelle Anliegen empfehlen wir die Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt oder Steuerberater.